• Anna d’Errico, I

    Anna d’Errico ist eine leidenschaftliche Interpretin der musikalischen Avantgarde des frühen und späten 20. Jahrhunderts und zeitgenössischer Repertoires, und widmet sich mit besonderem Interesse der Herstellung eines Dialogs zwischen aktuellen musikalischen Ausdrucksformen und den Repertoires der klassisch-romantischen Tradition.

    Sie hat mit Komponisten wie Salvatore Sciarrino, Helmut Lachenmann, Pierre Boulez, Beat Furrer, Enno Poppe, Pierluigi Billone, Georges Aperghis, Mark Andre, Stefano Gervasoni u.a. zusammengearbeitet.

    Sie ist in internationalen Konzertsälen wie dem Lucerne Festival, der Carnegie Hall, Wien Modern, dem Konzerthaus Berlin, dem Heidelberger Frühling, LAC Lugano, Ircam-Centre Pompidou, ZKM Karlsruhe u.a. aufgetreten. Als Solistin konzertiert sie mit Orchestern wie dem Orchestra Sinfonica Nazionale RAI, La Fenice di Venezia, Maggio Musicale Fiorentino, Orchestra della Svizzera Italiana.

    Als Co-Leiterin des Ensemble Interface hat Anna D›Errico mehrere Projekte entwickelt, mit besonderem Schwerpunkt auf Musiktheater und szenischer Aufführung. Sie ist auch Mitglied des Syntax Ensemble und trat mit dem Klangforum Wien, Ensemble Modern, Ensemble Linea, Ensemble Meitar u.a. auf. Zu ihren Aufnahmen gehören Veröffentlichungen für Wergo, Stradivarius, Raccanto, Ars Publica und CMC Canada.

    Sie hat Meisterkurse an akademischen Einrichtungen weltweit gegeben. Sie leitet Bildungsprojekte im Bereich der zeitgenössischen Musik und Kunst, die mit dem Silbernen Löwen der Biennale Venedig und dem italienischen Abbiati-Preis für Bildung ausgezeichnet wurden. Sie ist Klavierprofessorin am Venedig Konseravatorium.

  • Anne Schmid, CH

    Nebst langjährigem Engagement als freischaffende Konzertsängerin und Mitglied in Ensembles für alte und neue Musik, realisiert die Bieler Altistin eigene Produktionen. Angeregt durch die mannigfachen Möglichkeiten der Kleinbesetzung verknüpft sie Zeiten und Künste mit Flair für Stil- und Spartenübergreifendes. Gemeinsam mit der Künstlerin Pia Maria kuratiert sie die Bieler Kunstreihe Montags um Sieben und entwickelt Performance Programme auf der Schnittstelle Musik-Bewegung-bildende Kunst. Sie unterrichtet Stimmbildung/Gesang und Feldenkrais privat in Biel. Seit 2017 leitet sie mit der Schauspielerin und Regisseurin Ariane Gaffron klang.wort.biel, den Raum für die Entdeckung des eigenen Sprechens.

  • Beat Furrer, CH

    Beat Furrer wurde 1954 in Schaffhausen geboren und erhielt an der dortigen Musikschule seine erste Ausbildung (Klavier). Nach seiner Übersiedlung nach Wien im Jahr 1975 studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Dirigieren bei Otmar Suitner sowie Komposition bei Roman Haubenstock Ramati. Im Jahr 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist. Im Auftrag der Wiener Staatsoper schrieb er seine erste Oper Die Blinden, seine zweite Oper Narcissus wurde 1994 beim steirischen herbst an der Oper Graz uraufgeführt. 1996 war er „Composer in residence“ bei den Musikfestwochen Luzern. 2001 wurde das Musiktheater Begehren in Graz uraufgeführt, 2003 die Oper invocation in Zürich und 2005 das vielfach ausgezeichnete und gespielte Hörtheater FAMA in Donaueschingen. Seit Herbst 1991 ist Furrer ordentlicher Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Ende der 90er hat er gemeinsam mit Ernst Kovacic „impuls“ als internationale Ensemble- und KomponistInnenakademie für zeitgenössische Musik in Graz gegründet. Eine Gastprofessur für Komposition nahm er 2006-2009 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt wahr.

  • Brigitte Duvillard, CH

    Germanistin, wurde 1960 geboren. An der Universität Genf hat sie Germanistik, Kunstgeschichte und Italienisch studiert. Sie hat in Sion Deutsch unterrichtet und leitete von 2015-2023 die Fondation Rilke in Sierre.

  • Bruno Dal Bon, I

    Bruno Dal Bon studierte am Mailänder Konservatorium und machte 1982 seinen Abschluss im Fach Dirigieren. Er setzte seine Studien bei Pierre Dervaux in Nizza, Franco Ferrara in Rom und Siena und Sergiu Celibidache in München fort. Von 1982 bis 1984 war er Assistent von Carlo Maria Giulini. Ergänzend zu seinem Dirigierdiplom studierte Dal Bon Literatur und Philosophie an der Universität Bologna und schloss 1983 mit einer Arbeit über die Semiotik der Musik (Betreuer: Umberto Eco und Gino Stefani) mit Bestnote ab.

    Dal Bon widmet sich auch dem Musikmanagement und wurde Präsident des Italienischen Musikverbandes in Mailand, Direktor des Konservatoriums von Como, künstlerischer Leiter und Präsident von As.Li.Co, Teatro Sociale in Como und Europerastudio in Rom sowie künstlerischer Leiter des Orchestra Filarmonica Veneta in Treviso. Er unterrichtet auch Elemente des Dirigierens, Analyse und Geschichte des Opernrepertoires am Konservatorium von Como. Seit 2014 ist er Initiator und Kurator des Festivals A Due Voci - Dialoge zwischen Musik und Philosophie in Como und, zusammen mit Guido Barbieri, des Projekts Terezin 17/10, das den Künstlern des Ghettos von Terezin gewidmet ist. Seit 2016 arbeitet er mit der Zeitschrift Doppiozero und seit 2018 mit der Stiftung Nietzsche-Haus in Sils Maria zusammen. Im Februar 2020 ist sein erstes Buch La gioia sovrana - Nietzsche und die Musik als Philosophie bei Edizioni Mimesis erschienen.

  • Chasper Pult, CH

    Geboren 1949 in Sent. Er studierte in Paris und Zürich Linguistik und Romanistik und ist in mehreren Sprachen daheim. Lehrtätigkeit an der Kantonsschule in Chur und an den Universitäten Genève, Fribourg, Zürich und Bozen. Von 1992 bis 1996 war er Präsident der Lia Rumantscha. Als Leiter des Centro Culturale Svizzero Milano vertrat er von 1996 bis 2001 die Schweizer Kulturen in Italien und gestaltete mehrere Ausstellungen, darunter «I Giacometti – La valle e il mondo» (2000). Heute lebt er mit seiner Frau in Paspels, ist als Kulturvermittler, Publizist und Übersetzer tätig und hält Vorträge im In- und Ausland. Für sein Wirken erhielt Chasper Pult verschiedene Auszeichnungen, darunter 2012 den Oertlipreis.

  • Claire-Mélanie Sinnhuber, CH/F

    Claire-Mélanie Sinnhuber, geboren 1973, französisch-schweizerischer Staatsangehörigkeit, lebt und arbeitet in Paris. Sie studierte Komposition bei Sergio Ortega und Allain Gaussin, bevor sie an das Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris wechselte, wo sie bei Frédéric Durieux studierte. Sie absolvierte den Jahreskurs des IRCAM unter der Leitung von Philippe Leroux. Sie perfektionierte ihre Fähigkeiten bei den Komponisten Salvatore Sciarrino, Gérard Grisey, Brian Ferneyhoug, Ivan Fedele und Luca Francesconi. 2008 ging sie für einen Aufenthalt in die Villa Kujoyama in Japan, um die poetischen Übereinstimmungen zwischen ihrer Sprache und der traditionellen japanischen Musik zu entdecken. Sie komponierte für die Nō-Schauspielerin Ryoko Aoki und begleitete gleichzeitig die Uraufführung ihres ersten Stücks für großes Orchester in der Suntory Hall durch das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Zurück in Frankreich plante sie gemeinsam mit dem Filmemacher Jean-Charles Fitoussi die Komposition eines Opernfilms für vier Hände, die sie 2010 und 2011 in die Villa Médicis führte. Diese Oper, Mitsou, wurde 2014 beim Festival Musica uraufgeführt. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: dem Georges-Enesco-Preis der Sacem (2007), dem Hervé-Dugardin-Preis der Sacem (2017), dem Nadia-und-Lili-Boulanger-Preis der Académie des Beaux-Arts im Jahr 2021 und dem Grand Prix der Sacem im Jahr 2021. Im Rahmen von Residenzen trifft sie regelmäßig junge InterpretInnen und 2021 junge KomponistInnen an der European Creative Academy in Annecy, im Rahmen des Mentorenprogramms von Unanimes! 2024 oder auch an den Écoles d‘Art Américaines de Fontainebleau 2024.

  • Daniel Glaus, CH

    Daniel Glaus (geb. 1957) studierte am damaligen Konservatorium für Musik und Theater in Bern, wo er 1980 bei Theo Hirsbrunner das Theoriediplom und 1981 bzw. 1983 bei Heinrich Gurtner das Orgellehr- und Solistendiplom (mit Auszeichnung) erlangte. Es folgten weiterführende Kompositionsstudien an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough und Orgelstudien in Paris bei Gaston Litaize und Daniel Roth. Dort hatte er auch regen Kontakt mit den Komponisten Gérard Grisey und Tristan Murail. Nach 22-jährigem Wirken als Organist und Leiter der Liturgischen Singgruppe an der Stadtkirche Biel wurde er 2007 als Titularorganist ans Berner Münster berufen. Die Stelle hatte er bis 2022 inne. Damit verbunden ist eine Professur für Orgel und Komposition an der Hochschule der Künste Bern. An der Zürcher Hochschule der Künste ist er Professor für Komposition und Instrumentation. Neben seiner Tätigkeit als Organist hat sich Daniel Glaus international auch als Komponist eines breiten, über hundert Titel umfassenden kompositorischen Oeuvres mit Schwergewicht auf sakraler Musik einen Namen geschaffen. Dazu gehören Titel wie «In hora mortis» (Klaviertrio über die gregorianischen Requiemsmelodien), «Sunt lacrimae rerum» (Oratorium für den Planeten des Lebens mit Texten von Dorothee Sölle, Adolf Muschg und Kurt Marti, die «Komposition zu Meister Eckart» und die «Vier Sephiroth-Symphonien», aber auch viele konzertante Werke für verschiedene Besetzungen und zwei Kammeropern. Für sein breites Schaffen wurde er 2006 von der theologischen Fakultät der Universität Bern mit der Ehrendoktorwürde und 2009 vom Kanton Bern mit dem Grossen Musikpreis ausgezeichnet.

  • Edith Helfer, CH

    Als Grafikerin, Buch- und Lehrmittelgestalterin gibt Edith Helfer Inhalten Form, Gesicht und Ausdruck: Bunt, vielfältig und vielseitig, analog und digital. Sie interessiert und engagiert sich für Gestaltungsprozesse, Kommunikationsstrategien und Konzepte, welche Inhalte und Anforderungen fokussieren und das Zielpublikum erreichen.

  • Ensemble Rainer Maria Rilke (Ensemble RMR)

    Für diese Rilke Jubiläumsfestival wurde eigens ein Ensemble mit jungen Berufsmusiker*innen aus der Schweiz und Italien gegründet unter der Leitung von Bruno Dal Bon und Francesco Pavan.

  • Ensemble SoloVoices, CH

    Für das Ensemble SoloVoices haben sich 2008 zwei Sängerinnen und zwei Sänger zusammengefunden, die sich solistisch mit vorrangig zeitgenössischer Musik beschäftigen. Alle vier Musiker*innen verbindet eine Affinität zu und eine grosse Erfahrung mit zeitgenössischer Musik. Die Kernbesetzung des Ensembles, bestehend aus den Sänger*innen Svea Schildknecht, Francisca Näf, Jean-Jacques Knutti und Jean-Christophe Groffe, kann auf grössere Formationen von bis zu 20 Musiker*innen erweitert werden. SoloVoices führt avancierte Literatur und Uraufführungen von Werken für solistische Stimmen auf, bezieht Instrumente, visuelle Medien, szenische Konzepte, Elektronik mit ein und konfrontiert neuere mit älterer Vokalmusik. SoloVoices entwickelt eigene Projekte, arbeitet mit Komponistinnen und Komponisten zusammen und erteilt Kompositionsaufträge. SoloVoices wurde von bedeutenden Festivals und Veranstaltern eingeladen, darunter Culturescapes (Basel), Contrapunkt St.Gallen, musica aperta (Winterthur), KlangBasel, Festival Rümlingen, IGNM Basel, Imago Dei (Krems, A), Lucerne Festival, Société de Musique Contemporaine Lausanne (SMC), Stockhausen Stiftung für Musik, Festival Ensems (Valencia, E) und Bayerischer Rundfunk und Wien Modern. 

  • Francesco Pavan, I

    Er wurde 1975 in Treviso geboren und erwarb Diplome in Klavier, Komposition, Chormusik und Chorleitung am Konservatorium von Venedig. Er vertiefte seine Kompositionskenntnisse bei Beat Furrer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und seine Dirigierkenntnisse bei Emilio Pomàrico an der Civica Scuola di Musica in Mailand. Sein Interesse für die Musik von heute veranlasste ihn, sich sowohl als Komponist als auch als Dirigent damit auseinanderzusetzen und ein dichtes Netzwerk von Kooperationen mit Künstlern, Ensembles und Komponisten aufzubauen. Als Komponist und Dirigent nahm er an internationalen Festivals wie der Biennale Musica in Venedig, Traiettorie Parma, Arizona State University, Ljubljana Festival, Impuls Graz, Unerhörte Musik Berlin, Astra Melbourne, Cantiere di Montepulciano teil... Er hielt Kompositions- und Dirigierseminare an der Hochschule für Musik Freiburg, der CIT School of Music Cork, der Arizona State University, dem Real Conservatorio Superior de Musica Madrid, der Musikakademie Ljubljana... Er unterrichtet am Konservatorium „B. Marcello” in Venedig, wo er das Ensemble für zeitgenössische Musik koordiniert und leitet, mit dem er künstlerische und pädagogische Projekte für neue Musik entwickelt.

  • Graziella Rossi, CH/I und Helmut Vogel, A

    Graziella Rossi absolvierte die Schauspielakademien in Zürich und Prag, arbeitet seit 1983 als Schau-spielerin in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, USA in den jeweiligen Landes-sprachen und in Russland. Tritt in musikalischen Abenden auf, im TV und in Kinofilmen, macht Hörspiele (www.graziellarossi.ch).

    Helmut Vogel, gebürtiger Wiener, war 15 Jahre an deutschen Theatern unterwegs, bevor er 1983 am Theater am Neumarkt in Zürich unter der Direktion von Peter Schweiger landete. Seitdem in Zürich wohnhaft. Heute arbeitet er freischaffend als Schauspieler größtenteils im deutschsprachigen Raum. In den 90er-Jahren spielte er unter der Regie von Stefan Bachmann am Schauspielhaus Wien. Seit vielen Jahren ist er immer wieder mit Gastspielen am Kabinetttheater in Wien von Julia Reichert präsent.

  • Jean-Charles Fitoussi, F

    Jean-Charles Fitoussi ist ein Filmemacher mit einem atypischen Werk, das Realität, Poesie und Fantastik miteinander verbindet. 2013 erhielt er den Jean-Vigo-Preis, und Anfang 2014 widmete ihm die Cinémathèque Française eine vollständige Retrospektive. Seine Filmografie beginnt mit zwei Kurzfilmen: Aura été (1994) und D’ici là (1995-1997), wobei letzterer in Rom gedreht und beim Festival von Locarno ausgewählt wurde. Zwischen 1996 und 2007 war er Assistent der Filmemacher Jean-Marie Straub und Danièle Huillet und drehte einen Dokumentarfilm über ihre Arbeit (Sicilia! Si gira, 2001). Sein erster Spielfilm Les jours où je n’existe pas (2002) erzählt die Geschichte eines Mannes, der nur jeden zweiten Tag existiert. Er erhielt den Grand Prix beim Festival von Belfort sowie einen Preis beim Festival von Turin. Seine auf Improvisation basierende Methode, oft ohne vorherigen Dialog oder Drehbuch, lässt dem Zufall viel Raum und nutzt alle Mittel: Kurz- und Langfilme, auf 35 mm, auf Video, digital, mit dem Handy (Nocturnes pour le roi de Rome, gedreht während seines Aufenthalts in der Villa Medici in Rom im Jahr 2005, ist der erste mit einem Handy gedrehte Spielfilm; die Miniserie Temps japonais, gedreht 2008 während seines Aufenthalts in der Villa Kujoyama). Sein letzter Film, De la musique ou La Jota de Rosset, über den Philosophen Clément Rosset und die Musik, kam 2016 in die Kinos.

  • Manfred Koch, D

    Manfred Koch, geboren 1955 in Stuttgart, ist emeritierter Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Von 1996 bis 2016 schrieb er Beiträge für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung. Er publiziert auch innerhalb der Schriftenreihe der Schweizer Vontobel-Stiftung. Für den Sender SWR2 verfasst er in regelmäßiger Folge Radio-Essays. Seit 2007 lebt er in Sent im Unterengadin. Er ist Autor der Biographie «Rilke. Dichter der Angst» (2025).

  • Manuel Zurria, I

    Geboren 1962 in Catania, Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten italienischen Komponisten: Francesco Pennisi, Sylvano Bussotti, Aldo Clementi, Adriano Guarnieri, Franco Donatoni, Fabio Vacchi und Luca Francesconi. Besonders wichtig die langjährige Arbeit mit Salvatore Sciarino und Alvin Lucier. Zusammenarbeit mit den Komponisten Arvo Pärt, Philip Glass, Terry Riley, Gavin Bryars, Giya Kancheli, György Kurtág, Louis Andriessen, Sofia Gubaidulina, Peter Eötvös und Frederic Rzewski. Manuel Zurria, stark am Minimalismus interessiert, veröffentlichte anfangs 2008 bei Die Schachtel die Trippel-CD REPEAT!, welche die Summe der bis dann gemachten Erfahrungen darstellt und sowohl originale als auch bearbeitete Werke für Flöte und Elektronik enthält. Im Laufe der Jahre realisierte er rund 40 Schallplatten und CDs für BMG Ariola, Ricordi, Capstone Records, EdiPan, Stradivarius, Die Schachtel, Mazagran, Mode Records, Megadisc, God Records, Atopos, Touch UK, Another Timbre UK.

  • Marcel Lepper, D/CH

    Marcel Lepper (geboren 1977) ist Honorarprofessor für Neuere deutsche Literatur, Institut für Germanistik, Universität Leipzig, mit Schwerpunkten in den Bereichen Literatur-, Ideen- und Wissenschaftsgeschichte; Literatur- und Archivtheorie; Materialität, Provenienzforschung, Edition; Literatur und Öffentlichkeit; 2015 Habilitation; 2008-2018 Leiter des Forschungsreferats im Deutschen Literaturarchiv Marbach; 2018-2020 Leiter des Literaturarchivs der Akademie der Künste, Berlin; 2020-2022 Direktor der Goethe- und Schiller-Archivs, Klassik Stiftung Weimar; 2022-2023 Geschäftsführer der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München; seit 2023 Kuratoriumsvorsitzender, Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf; seit 2024 Direktor der Fondation Rilke, Schweiz. Forschungsaufenthalte in Paris, Canterbury, Princeton, Cambridge, Bern. Ab Mai 2026 ist Marcel Lepper auch Leiter des Robert Walser-Zentrums in Bern.

  • Marcel Odermatt, CH

    Der gebürtige Winterthurer Marcel Odermatt (geboren 1967) ist seit 35 Jahren freiberuflich als Architekt tätig und führt ein eigenes Planungsbüro – zunächst in Deutschland, heute in Winterthur. Er wurde mit verschiedenen Preisen in Architektur- und Städtebauwettbewerben ausgezeichnet und beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Wahrnehmung und Gestaltung im umfassendsten Sinne. Darüber hinaus engagiert er sich als Landschafts- und Ortsexperte.

  • Mario Pagliarani, CH

    Geboren in Mendrisio, studierte Violoncello, Komposition und Elektronische Musik am Konservatorium Mailand. Seine Lehrer waren Salvatore Sciarrino und Gérard Grisey. 1987 erhielt er den Preis Musica Ticinensis und nachfolgend weitere Auszeichnungen wie etwa von der Tribune Internationale des compositeurs (UNESCO, Paris). Kompositionsaufträge beispielsweise von Coro della Radio svizzera italiana, RSI Rete Due, Lucerne Festival, Pro Helvetia, Orchestre de la Suisse Romande, Festival Neue Musik Rümlingen, Basler Musikforum, Festival Zeiträume Basel. Seine Werke wurden in verschiedenen europäischen Ländern, in Japan, China und Süd-Amerika aufgeführt. Seit 2004 künstlerischer Leiter und Regisseur der musikalischen Pilgerfahrt La Via Lattea, wofür er 2008 den Prix Meret Oppenheim vom Bundesamt für Kultur (Bern) erhielt und 2018 den SIA-Preis (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) “für die Kulturvermittlung zu Gunsten des Entdeckens und Kennenlernens des Lebensraumes”.

  • Michael Jarrell, CH

    Michael Jarrell wurde am 8. Oktober 1958 in Genf geboren und studierte Komposition in der Klasse von Eric Gaudibert am Konservatorium von Genf und bei verschiedenen Workshops in den Vereinigten Staaten, Tanglewood (1979). Er vervollständigte seine Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau bei Klaus Huber. Seit 1982 wurde sein Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Prix Acanthes (1983), Beethovenpreis der Stadt Bonn (1986), Prix Marescotti (1986), Gaudeamus und Henriette Renié (1988), Siemens-Förderungspreis (1990). Zwischen 1986 und 1988 lebte er in der Cité des Arts in Paris und nahm am Workshop für Musikinformatik des Ircam teil. Anschließend war er 1988/89 Stipendiat der Villa Medici in Rom und 1989/90 Mitglied des Istituto Svizzero di Roma. 2010 erhält er den Musikpreis der Stadt Wien. Von Oktober 1991 bis Juni 1993 ist er Hauskomponist des Orchestre de Lyon. Seit 1993 ist er Professor für Komposition an der Universität Wien. 1996 war er „Compositeur en résidence” beim Lucerne Festival und wurde im März 2000 beim Musica Nova Helsinki Festival gefeiert, das ihm gewidmet war. 2001 beauftragten ihn die Salzburger Festspiele mit der Komposition eines Konzerts für Klavier und Orchester mit dem Titel Abschied. Im selben Jahr wurde er zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. 2004 wurde er zum Professor für Komposition am Conservatoire supérieur de Genève ernannt.

  • Miki Tallone, CH

    Künstlerin aus Minusio mit zahlreichen Ausstellungen zuletzt im Elisarion in Minusio (2020), in der Daniele Agostini Galleria in Lugano (2020) und im Museo d’Arte Mendrisio (2021). Ihre künstlerische Arbeit basiert auf der Erkundung des Raumes und auf der Sammlung von privaten und kollektiven Erinnerungen von Orten.

  • Raimund Rodewald, CH

    Geboren 1959 in Schaffhausen. Biologie-Studium an der Universität Zürich und Promotion in Pflanzenbiologie. 1992-2024 Leitung der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) in Bern. 2006-2015 Gastdozent für Landschaftsästhetik am Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz (NLU) der Universität Basel. Expertentätigkeit in zahlreichen Kommissionen und Arbeitsgruppen, regelmässige Publikationstätigkeit. Raimund Rodewald erhielt im 2008 den Ehrendoktor der juristischen Fakultät der Universität Basel. Seit 2015 Gastdozent an der Universität Bern (Raumplanung) und seit 2017 an der ETH Zürich (Landscape aesthetics).

  • Risch Biert, CH

    In Chur geboren (1960) und zweisprachig (rätoromanisch/deutsch) aufgewachsen, studierte der Bündner Pianist am Konservatorium Zürich (Lehrdiplom bei Jürg von Vintschger) und an der Musikhochschule München (Meisterklasse bei Klaus Schilde).

    Weiterbildung bei Irwin Gage (Liedbegleitung), Warren Thew, Paul Badura-Skoda (Solorepertoire) und Adrian Frey (Jazz). Biert war Zuzüger des Tonhalle-Orchesters (Orchesterklavier) für zwei Chorprojekte. Verschiedene Preise und Auszeichnungen, unter anderem: Migros-Studienpreis, Piano-80 Solistenpreis Winterthur, Rätoromanischer Radio-und Fernsehpreis. Teilnahme an Projekten des „Teatro del tempo“ (Mario Pagliarani) sowie an zahlreichen internationalen Festivals als Lied- und Chorbegleiter sowie als Improvisator bei Crossover-Projekten: Schleswig-Holstein Festival, Sevilla, Ubeda und Cartagena, Rabat/Mewazîne (Marokko) sowie Chorfestival in Busan (Südkorea). Lehrtätigkeit als Dozent an der ZHdK sowie an der Kalaidos Fachhochschule bis 2025.

  • Svea Schildknecht, D

    Die aus Heidelberg stammende Sopranistin Svea Schildknecht erhielt dort von frühester Kindheit an ihre musikalische Ausbildung in den Fächern Gesang, Klavier, Geige, Dulzian, Dirigieren und Theorie. Ein Schulmusik- und Englisch-Studium führte sie nach Freiburg, an der Schola Cantorum Basel absolvierte sie einen Master-Studiengang im Fach Vokal-Ensemble. Neben ihrer Tätigkeit als Lied- und Oratoriensängerin ist Svea Schildknecht sehr engagiert im Bereich der Neuen Musik und führte zahlreiche Werke in Uraufführungen auf. Im Theater Rigiblick Zürich sang sie in der Musiktheaterproduktion „Rote Asche“ von Mischa Käser, in Freiburg die Rolle der Maria Bellacanta im Stück «Hexe Hillary geht in die Oper», und in der Oper „Kopernikus“ von Claude Vivier (1978/79) mit der Young Opera Company Freiburg den Koloratursopran. Für die CD-Einspielung der Produktion «Kopernikus» erhielt das Ensemble 2016 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, und 2017 den International Classical Music Award. Svea Schildknecht ist Gründungsmitglied der beiden Quartette «Ensemble SoloVoices» und „Voc_4“, sowie des Trios „TreVoci“ und unterrichtet Gesang an der Domsingschule des Freiburger Münsters und an der Hochschule für Musik Freiburg.

  • Tiziana Arnaboldi, CH

    Tänzerin und Choreografin. Sie absolvierte ihre Ausbildung bei Rey Phillips in Zürich und vervollkommnete ihre Kenntnisse in Paris bei Carolyn Carlson und bei Pina Bausch in Essen, Deutschland. Mit ihrer Compagnie realisiert und produziert sie zahlreiche Spektakel und Performances, die in der Schweiz, in Italien, Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien und Afrika großen Anklang finden. Seit 2015 ist Tiziana Arnaboldi künstlerische Leiterin des Teatro San Materno.